Ein gutes Tool, um die unliebsamen Gedanken zu durchbrechen! In diesem Artikel beschreibe ich nochmal genau, um was es beim Gedankenstopp geht und wie du ihn für dich anwendest.

„Hab ich mit meiner Äußerung übertrieben?“

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„Was denkt die jetzt von mir?“

„Hab ich mich unbeliebt gemacht?“

„Mag sie mich noch?“

„Warum schreibt sie nicht zurück?“

So oder so ähnlich könnte ein Dialog im Kopf aussehen, nachdem du was geäußert hast und dir nicht sicher bist, wie es ankommt. Ich hätte genauso gut ein anderes Beispiel nehmen können. Es gibt tausend andere Dialoge, die wir manchmal im Kopf „durchgrübeln“. Die Außenwelt kriegt das gar nicht so mit, und wenn du nicht achtsam bist, du auch nicht.  Natürlich ist gegen ein bisschen Grübeln hier und da nichts einzuwenden, das ist deine Entscheidung.

Ich spreche auch eher über das starke Grübeln, aus dem man nicht so schnell rauskommt und das nach einigen Minuten nicht vorbei ist, sondern dich noch weiterhin beschäftigt. Und das kostet dich zwei Dinge: Zeit und Energie! Obendrein bist du dabei und danach höchstwahrscheinlich auch noch mies drauf.

Der Gedankenstopp ist leicht erklärt, aber in der Anwendung schwieriger, vor allem wenn du ihn dir alleine beibringen möchtest. Hier ein einfaches Beispiel: Nehmen wir an, du hast deiner Freundin per Nachricht abgesagt und sie antwortet einige Tage nicht mehr. Folgende Gedankenschleife könnte sich entwickeln: „Warum antwortet sie nicht? War ich jetzt gemein? Ist sie nun traurig, soll ich sie anrufen? Nicht, dass sie jetzt bei Nina über mich lästert…“

Und dann

STOPP

lässt du ein riesiges rotes Schild mit großen, pinken Buchstaben auf denen STOPP draufsteht vor deinem inneren Auge hochklappen.

Wenn du das Ganze perfektionieren willst, empfehle ich dir, zu klatschen und laut „Stopp“ zu sagen.

Wichtig bei dem Ganzen: Der Gedankenstopp ist ein GedankenUNTERBRECHER. Wenn du nach der Unterbrechung nicht aktiv nach einem neuen Gedankeninhalt suchst, wirst du wieder bei den Grübel-Gedanken sein.

Und: Übung macht den Meister! Wenn du bisher Jahre gegrübelt hast, wirst du üben dürfen!

In diesem Video von meinem Kanal findest du das ganze nochmal erklärt:

 

Ich habe nach Studien gesucht, die den Gedankenstopp evaluieren. Der eindeutige empirische Beleg für den Gedankenstopp ist leider nicht erbracht. Allerdings erfreut sich der Gedankenstopp seit seiner Erfindung in den 50ern breiter Beliebtheit im klinischen Kontext. Probiere es aus! Ich konnte ihn für mich das ein oder andere Mal anwenden, wenn ich das Gefühl hatte mich sonst in Gedanken zu verrennen. Einmal laut im Kopf „STOPP“ und dann an was Schönes denken.

 

FAZIT:

  • Er kann helfen, unliebsame und nervende Gedankenkreisläufe zu durchbrechen.
  • Training macht den Meister und nicht vergessen: Etwas Neues muss dann anstelle der Grübel-Gedanken kommen!
  • Der Gedankenstopp ist in seiner Wirksamkeit nicht eindeutig empirisch belegt, wird aber im klinischen Kontext häufig verwendet.

 

Probiers aus und bereite dem grübeln ein Ende!

 

Quellen:

Tyron, G. S. (2008). Gedankenstopp. In Verhaltenstherapiemanual (S. 170-172). Heidelberg: Springer.

Stern, R. S., Lipsedge, M. S., & Marks, I. M. (1973). Obsessive ruminations: A controlled trial of thought-stopping technique. Behaviour Research and Therapy11(4), 659-662.

 

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3 thoughts on “Endlich raus aus der Grübelfalle

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