…und lesen wird es auch niemand! Du kannst nicht schreiben. Deutsch war NIE dein Ding. Dein Ausdruck ist mies und Kommasetzung hast du in der Schule schon nicht beherrscht. Lass es gleich bleiben!“

Mittlerweile kann ich darüber schmunzeln, was mein innerer Kritiker mir so erzählt hat, als mir die Idee kam, die Psychoimpulse mit diesem Blog abzurunden. Damals hat es sich aber sehr real und wahr angefühlt. Ich habe mich schlecht gefühlt und es hat mir den Mut genommen.

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Ich habe fadenscheinige Gründe vorgeschoben („Keine Zeit, zu kompliziert, ich warte noch ab!“), um das Projekt nicht anzugehen. Bis ich dann recht schnell gemerkt habe, was da passiert:

Der innere Kritiker bestimmt gerade mein Handeln!

Aber woher kommt er eigentlich?

Er will mich davor schützen, dass ich enttäuscht sein könnte, er will mich warnen. Alles sehr ehrenhafte Gründe, aber eben auch nur Ausreden, meinem Projekt Blog nicht nachzugehen. Ich hörte mich Sätze sagen wie „Eigentlich würde ich ja gerne, aber…“, „Eigentlich hatte ich vor, aber…“

Was nun?

Bewusstsein für den inneren Kritiker entwickeln!

Klingt einfach, ist aber in der Praxis schwierig, vor allem wenn du zu den Leuten gehörst, die sich gar nicht so bewusst darüber sind, dass sie einen inneren Kritiker haben. Die dürfen besonders hinhören und -fühlen! Vielleicht nimmst du die Aussagen deines Kritikers schon für bare Münze und lässt dich so sehr von ihm gängeln, dass du es nicht merkst.

Wie erkennst du ihn?

Er verschanzt sich gerne hinter Floskeln: „Das tut man nicht, sei kein Egoist, sei stark, mach’ es allen recht, beeil dich, stoß niemandem vor den Kopf, nimm dich nicht so wichtig, sei nicht so zimperlich, das schaffst du nicht alleine. Fühl mal genau hin: Wo lebst du nach den Vorstellungen deines inneren Kritikers?

Beantworte doch mal folgende Fragen für dich:

  1. Gibt es etwas in meinem Leben, das ich mich (noch) nicht traue und das sich gleichzeigt „richtig“ anfühlt?
  2. Welche „inneren“ Einwände habe ich dazu?

(Fragen entnommen aus dem Buch „Focusing“ von Diana von Kopp)

Schreib die Fragen auf  und dann einfach drauflos schreiben was dir in den Kopf kommt. Glaub mir, da wird was kommen! Erlaub es dir einfach.

Und für diejenigen die ganz genau wissen wovon ich spreche: wie geht es nun weiter?

Im Video habe ich es ja schon gesagt: Neben dem Bewusstsein, dass du dafür entwickeln darfst, ist es sehr wichtig, den inneren Kritiker zu hinterfragen und zu entkräften. Notfalls auch gerne mit Hilfe einer vertrauten Person, einer Beratung oder eines Coaches.

Und zu guter Letzt: Annehmen und verstehen!

Stell ihn dir als Person vor und visualisiere ihn. Dann kannst du auch mit ihm sprechen. Eigentlich meint es der innere Kritiker nur gut mit dir. Er will, dass du von deinem Umfeld angenommen wirst, keinen Gegenwind bekommst und keine Fehler machst. In der Theorie eine schöne Idee, aber praktisch hindert er dich vielleicht daran, genau das zu sagen, was du denkst, genau das auszuprobieren, was du willst und genau das zu machen, wofür dein Herz eigentlich schon so lange schlägt.

 

Fazit:

  • Die genaue Entstehung des inneren Kritikers ist unbekannt. Es gibt die Theorie, dass es sich um internalisierte, moralische Gebote handelt, die wir seit der Kindheit gehört haben und nach denen wir uns ausrichten.
  • Der innere Kritiker hindert uns daran, unser volles Potential auszuschöpfen.
  • Mach ihn dir bewusst, entkräfte und hinterfrage ihn und nimm ihn an und verstehe seine Ängste!

Also, fang an, ihn dir bewusst zu machen, und schreib mir in die Kommentare, was er dir den ganzen Tag so erzählt!

 

Quellen:

von Kopp, D. (2015). Innere Kritiker. In Focusing (S. 19-21). Wiesbaden: Springer Fachmedien.

 

 

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2 thoughts on “Innerer Kritiker: „Das schaffst du sowieso nicht…

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